Unser Stammeswappen:Stammeswappen des Stammes "Schwarze Adler" Kitzingen

Nahe der Sonne

Schon in vorgeschichtlicher Zeit galt die Sonne wegen ihres Leben spendenden Lichts und ihrer Wärme vielen Völkern als Sitz der höchsten Gottheit oder wurde sogar selbst als Gottheit und Herrscher der Welt verehrt.

Der Adler, dem Eigenschaften wie Mut, Kraft, Weitblick und Scharfblick, auch Würde zuerkannt wurden, konnte als "König der Lüfte" mit starken Schwingen der Sonne am weitesten entgegenfliegen. So wurde er auch zum Sinnbild göttlicher Macht und Stärke. Griechen und Römer sahen in ihm ein Attribut des Göttervater Zeus bzw. Jupiter. Bei den Germanen galt er als Vogel des höchsten Gottes Odin. Auch der mittelhochdeutsche Name "Adelaar", Edelvogel, kennzeichnet seine herausgehobene Bedeutung als Vogel der Herrschenden. Im Jahr 800 nahm Kaiser Karl der Große den Adler als Wappentier. Als Herrscherwappen im 12. Jahrhundert erschien der einköpfige schwarze Adler in einem goldenen Schild. Im Laufe des 14. Jahrhunderts wurde es üblich, Fänge, Schnabel und Zunge des Vogels rot darzustellen. Der einköpfige Adler wurde mit der Königswürde in Verbindung gebracht, während der Doppeladler als Herrschaftszeichen für das gesamte, aus vielen Reichsteilen bestehende Heilige römische Reich deutscher Nation verwendet wurde. 1919 wurde der schwarze Adler das Wappentier der Weimarer Republik und 1951 das Wappentier der Bundesrepublik Deutschland.

Die Sonne gibt Licht, sie macht das Leben auf Erden erst möglich, sie galt als Sitz der Götter.

Das Kreuz war bei den Römern ein Hinrichtungsinstrument, bei dem der Delinquent einen schrecklichen, sehr langsamen und grausamen Erstickungstod finden sollte. Jesus Christus, der das Kreuz auf sich nahm, es auf die Hinrichtungsstätte Golgotha trug, der mit seinem Tod am Kreuz den Menschen befreite und durch seine Auferstehung und Himmelfahrt den Tod und die Sünden der Menschheit überwand, gab dem Kreuz eine neue Bedeutung. Das Kreuz ist uns Christen Symbol für Erlösung, Auferstehung und Glauben. Als erster führte der römische Kaiser Konstantin im Jahre 312 das Kreuz als Wappen in den Schildern seiner Soldaten, um für den Glauben an den einen Gott zu kämpfen. Die verschiedenen Ritterorden, Templer, Deutschritter und Malteser, hatten auch verschiedene Darstellungen des Kreuzes. Der Orden des Spitals des heiligen Johannes zu Jerusalem und Malta wählte sich ein achteckiges, zur Mitte hin verjüngtes rotes Kreuz. Die acht Ecken symbolisieren die acht Seligpreisungen der Bergpredigt und die rote Farbe das Blut aller, die als Märtyrer für den Glauben getötet worden sind.

Seit 1949 gibt es den Stamm "Schwarze Adler" in Kitzingen. Das Anfang der achtziger Jahre entstandene Wappen geht aus dem heute leider verlorenen älteren Stammeswappen hervor. Das goldene Wappenschild mit seinem schwarzen Rand zeigt das rote Kreuz des Malteser-Ritterordens, das zum Zeichen der Europapfadfinder gehört. Die drei nach rechts blickenden schwarzen Adlerköpfe mit roten Augen und Zungen symbolisieren die einzelnen Stammesmitglieder und das Selbstverständnis des Stammes. Die Farben des Wappens und das Stammesbanner Schwarz, Rot, Gold symbolisieren die Farben der Bundesrepublik Deutschland, eines frei gewählten demokratischen Rechtsstaats und die Tradition des deutschen Volkes.

 

Die Farben unseres Halstuches:

Das blaue Halstuch ist von einem goldenen Rand gesäumt.

Die blaue Farbe bedeutet : 
Treue, Beständigkeit und herzliche Andacht gegen Gott
Das Gold bedeutet : Verstand, Ansehen, Tugend und Hoheit
Auch Sonnenschein, Segen und Glückseligkeit (also den Sinn des Lebens.

Die Farben wählte sich der Stamm im Jahre 1976, die ersten Halstücher waren aus Seide

 

Die LilieDie Lilie der Europapfadfinder St.Michael im Malteserkreuz

Die Lilie wird ebenso wie der Adler schon lange als heraldisches Symbol genutzt. Sie gilt als Symbol der Reinheit. Unter anderem ist sie in den Wappen der französischen Könige zu finden. Oft markiert sie auf einem alten Kompaß die Nordrichtung.. Sie diente dort als Wegweiser. Diese doppelte Bedeutung ist auch der Pfadfinderlilie gemein. Sie erinnert an den 10 Artikel des Pfadfindergesetzes, ihre 3 Blätter weisen auf die 3 Versprechenspunkte hin und sie soll uns als Wegweiser dienen.

 

Das Bundesbanner:


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Das Bundesbanner beinhaltet unsere Lilie und das Malterserkreuz. Das Fahnentuch ist in schwarz und weiß gehalten. Hier prallen Licht und Dunkelheit aufeinander und symbolisieren den Kampf "Gut gegen Böse", "Richtig gegen Falsch".
Im alltäglichen Leben sind wir auch immer wieder vor Entscheidungen gestellt, die wir nach diesen beiden Extremen abwägen müssen.
Dieses Symbol des Kampfes erinnert auch daran, daß es keinen idealen Zustand gibt. Wir sind vielmehr dazu aufgerufen immer weiter an uns zu arbeiten und uns zu verbessern.
Das Zitat aus dem Pfadfinderversprechen "... ich verspreche, daß ich mein bestes tun will..." trifft diese Symbolik sehr gut.


Die Flaggen Deutschlands und Europas:


Die historischen Farben Schwarz Rot und Gold der Bundesflagge stammen aus den Befreiungskriegen (1813-15) gegen Frankreich. In der Folgezeit des Vormärzes, und der Märzrevolution 1848 standen diese Farben für die Forderungen nach einer demokratischen Verfassung, Presse und Versammlungsfreiheit in den deutschen Staaten.
Die Bundesrepublik Deutschland wählte diese Farben um an die Tradition der Demokratie in Deutschland anzuknüpfen.

Auf unseren Lagern wehen beide Flaggen neben unserem Bundesbanner gemeinsam am Mast. Beide Fahnen symbolisieren das  Engagement als deutsche Pfadfinder für unser Land und für die Einigung Europas. Als Europapfadfinder versuchen wir durch internationale Begegnungen die Freundschaft mit ausländischen Pfadfindern zu stärken und unseren Teil zur Einigung Europas beizutragen.

Im Jahre 1949 begann in Kitzingen langsam eine Katholische Pfadfindergruppe zu Entstehen. Die Idee dazu kam von Dieter Roth, der zusammen mit Kurt Markert, Hans Janik, Robert Kräuser, Hans Spitzenberger, Alfred Schmitt, Ludwig Hofmann und (etwas später) Eberhard Schlerf, die damals im Alter von 13 – 15 Jahren waren, den Stamm zu Gründen.

Die Stammes Gründung geschah nicht mit einem Festakt, sondern zog sich langsam übers Jahr dahin. In Kitzingen fielen die Katholischen Georgspfadfinder, die Schörschli, auf. Pfadfinderhut und das Grüne Klufthemd waren ungewöhnlich im Stadtbild. Der Landesfeldmeister Heinz Hofmann aus Würzburg half den Kitzingen mit Rat und Tat. Hilfe bekamen die Jungen auch von den Evangelischen Pfadfinderstamm der " Friesen" und da vor allem von Hedwig und Emil Forster, bei ihnen wurden in lagen Abenden Lieder gesungen und über Pfadfinderrei erzählt. In der Anfangszeit wechselte auch manchmal der Stammesname, St. Franziskus Folke Bernadotte und vielleicht auch andere Namen wurden verwendet, aber bei "Schwarze Adler" wurde dann geblieben.

Die Gruppenräume waren in der Baracke des Kreisjugendrings im Deusterpark, gleich neben den Deusterturm. Dort bauten sich die Pfadfinder aus Baumstümpfen ihre Stühle. Auch in anderen Dingen war man erfinderisch.Bei fahrten zu Lagern wechselte man in einer Art Stafette das Fahrrad, da nicht jeder ein solches besaß. Also ein bis zwei Kilometer fahren, dann Laufen, inzwischen fährt ein anderer Pfadfinder weiter, überholt und stellt das Fahrrad ab und läuft im Wechsel weiter .

Zu den Hauptaktivitäten der ersten Zeit zählen :Radtouren, kleine Lager, Liederrunden und Gruppenstunden. Aber auch die Frühmesse um 06:00 Uhr zum Georgstag in der Spitalkapelle und das tragen des " Altenberger Lichts" das während der Fronleichnahmprozession mit geführt wurde.